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WERBEWOCHE BRANCHENREPORT 03/2016

BRANCHENREPORT – Das grosse Rätselraten ist vorbei, Sie stecken also hinter dieser Story…

 

_DSC0736Thorsten Schoen (TS) – Erwischt! (lacht). Tatsächlich stecken wir – die mmb media agentur ag – dahinter. Gedacht war das Ganze als Werbekampagne in eigener Sache. Als Media Agentur ist es nicht ganz einfach, seine Dienstleistungen in verständlicher Art und Weise zu transportieren, wir verkaufen schliesslich keine Kaugummis – geschweige denn, produzieren wir sie.

 

 

_DSC9635Fabio De Maria (FDM) – Wir mussten uns zwangsläufig etwas Besonderes einfallen lassen. Nicht zuletzt, um uns – als direkte Nachfolgerin der ersten Schweizer Media Agentur überhaupt – auch hinsichtlich Pitches und Neukundengeschäft wieder vermehrt ins Gespräch zu bringen. Also haben wir im Rahmen einer Geschäftsleitungssitzung ein Brainstorming durchgeführt und unsere „Antikampagne“ entwickelt.

 

BRANCHENREPORT – Erzählen Sie uns mehr von Ihrer „Antikampagne“, worum geht es?

FDM – Die Antikampagne basiert auf einer in sich widersinnigen, weil absolut Zielgruppen- ungerechten, dilettantischen und mit jeweils einer einzigen Opportunity to see (OTS) je Werbemittel natürlich viel zu knapp bemessenen Planung. Das haben Sie mit Ihrem ersten Beitrag im „Aufgespiesst“ ja bereits trefflich antizipiert (lacht).

TS – Ziel der Kampagne war es, auf humorvoll plakative Art und Weise aufzuzeigen, welche Rolle uns als Media Agentur im Rahmen einer Kommunikationskampagne eigentlich zukommt bzw. was die Konsequenzen sein könnten, wenn man eine falsche Mediaplanung umsetzt. Nullwahrnehmung.

 

BRANCHENREPORT – Ihre Rolle? Was meinen Sie damit?

TS – Gerade in Zeiten von (mehr oder weniger) natürlichen Marktbereinigungen und Konsolidierungen – ich denke da auch an regelrechte Elefantenhochzeiten zwischen einzelnen Verlagen, TV-Vermarktern und Telekommunikationsanbietern, deren Gesamtportfolio weit über 90% Reichweite generieren soll – ist eine seriöse, neutrale und fundierte Mediaplanung wichtiger denn je. Als unabhängige Media Agentur fühlen wir uns keinem spezifischen Medium oder Vermarkter, sondern einzig unseren Kunden gegenüber verpflichtet. Dafür sprechen auch unsere langjährigen Mandate.

 

BRANCHENREPORT – Und wie manifestiert sich dies konkret in Ihrem Agenturalltag?

FDM – Als mittelständische Schweizer Media Agentur sind wir klar auf KMU fokussiert. Diese interessieren GRP nur sekundär, wenn überhaupt. Es zählen Qualität, Visibilität und der Return on Investment. Konkrete Kennzahlen also, wie Conversions, Frequenz am POS und letztendlich natürlich Umsatz- bzw. Absatzssteigerung. Sie vertrauen auf unsere Kenntnis der lokalen Märkte – wir betreuen schweizweit über 700 Garagisten mit unserer eigenen Handelsmarketingabteilung – sowie darauf, dass wir unsere Rolle eben auch über die „klassischen“ Bereiche (Analyse, Strategie/Planung, Einkauf und Controlling) hinaus wahrnehmen. Wie unsere Antikampagne zeigt, ist Kreativität nicht ausschliesslich den Kommunikationsagenturen vorbehalten!

 

BRANCHENREPORT – Zurück zur Antikampagne: Sie haben die Sujets also in-house erstellt?

FDM – Nun, sehr anspruchsvoll war diese Aufgabe ehrlich gesagt nicht. Wir benötigten nebst dem Plakat, dem Inserat und dem Banner ja noch einen Radiospot. Selbst diesen haben wir – im Sinne der Antikampagne – mit sehr rudimentären Mitteln und alles andere als Tonstudiomässig produziert. Zum Glück haben wir – ebenfalls im Sinne der Antikampagne – einen überaus hörerschwachen Zeitpunkt für die Ausstrahlung gewählt (lacht). Übrigens haben wir der Antikampagne eine eigene Webseite gewidmet (www.antikampagne.ch). Dort ist diese ausführlich beschrieben und bebildert.

 

BRANCHENREPORT – Ist die Antikampagne als einzelnes „Strohfeuer“ zu sehen oder sind noch weitere Aktivitäten in naher Zukunft geplant?

TS – Es liegt nicht in unserer Natur, permanent den lustigen Jakob zu spielen. Wir wollten ein Zeichen setzen und das ist unserer Meinung nach gelungen. Im Hintergrund arbeiten wir unter neuem Management schon seit geraumer Zeit an unserer Neuausrichtung. So firmieren wir ja erst seit letztem Jahr unter neuer Adresse in Glattbrugg und unter neuem Namen bzw. Logo. Auch bei Leading Swiss Agencies sind wir stark engagiert, zuletzt beim diesjährigen „Media Talent Award“. Nachwuchsförderung und -Ausbildung ist in der gesamten Branche ein breit diskutiertes Thema. Und während andere noch diskutieren, werden wir im August bereits unsere erste KV-Auszubildende bei uns begrüssen dürfen. Sie sehen, wir arbeiten und denken generell lieber langfristig und nachhaltig.

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